Der Eiger Ultralauf ist wie die Eiger Nordwand – unberechenbar
Wenn Tausende Ultraläufer aus der ganzen Welt die kleine Schweizer
Gemeinde Grindelwald seit Donnerstag bevölkern, dann ist wieder der Eiger
Ultralauf rund um das 3.970 Meter hohe Felsmassiv angesagt. Von der VLG
Eisenbach waren diesmal Frank Kremer und Daniela Samer gemeldet. Frank
hatte sich für den Start auf der 101 Kilometer langen Königsdisziplin mit 6.700
Höhenmetern eingetragen. Der Start erfolgte am frühen Morgen um 04.00 Uhr
auf dem Eventplatz in Grindelwald. Ein böser Sturz am vergangenen Sonntag
im Training bei unfassbaren Wetterkapriolen mit heftigen Prellungen und
Bluterguss, stellten sein Vorhaben in der Schweiz in Frage. Dennoch ließ sich
Frank davon nicht abhalten und nahm das Rennen, was über die glatten und
rutschigen Trails führte, auf. Allerdings musste er auf seinen Körper hören und
beendete das Rennen nach 61,6 Kilometern und 3.297 Höhenmetern mit der
Zeit von 12:20:27 in Berglauen.
Daniela Samer, die inzwischen ebenfalls als Trail-erfahrene Läuferin gilt hatte
für den 51 Kilometer langen Panorama Trail gemeldet. Hier ihr Fazit: „ Das war
absolutes April Wetter. Wir hatten alles, von Sonne bis zu Regen, bis Gewitter
mit Hagel am Berg. Der Hagel war so schmerzhaft, dass ich mich unter einen
Baum gekauert habe. Das war schon beängstigend. Danach war der Abstieg
auch unglaublich rutschig. Ich war echt froh, als ich heil und unbeschadet unten
war „.
Mit ihrer Zeit von 11:4252 Stunden belegte sie in der Altersklasse W 35-39 Platz
40 nach exakt 52,7 Kilometern und 2.778 Höhenmetern. In Grindelwald
angekommen, wurde sie von ihrem Mann Sebastian bei strömenden Regen
empfangen und ins Hotel begleitet um eine warme Dusche zu nehmen und
trockene Kleidung auf die Haut zu bekommen.
Zusammen mit den Sportfreunden vom TuS Lindenholzhausen ging es dann
wieder auf den Eventplatz um die noch ins Ziel kommenden Sportler zu
empfangen.
Bernd Falkenbach